Etwas wissenswertes zum Apfel und seine Geschichte
 

Lob dem Apfel
 

Eines musst du dir gut merken,

wenn du schwach bist: Äpfel stärken.

Äpfel sind die beste Speise

für zu Hause, für die Reise,

für die Alten, für die Kinder,

für den Sommer, für den Winter,

für den Morgen, für den Abend,

Äpfel essen ist stets labend.

Äpfel glätten deine Stirn,

bringen Phosphor ins Gehirn.

Äpfel geben Kraft und Mut

und erneuern dir dein Blut.

Auch vom Most, sofern dich durstet,

wirst du fröhlich, wirst du lustig.

Darum Freund, so lass dir raten:

Esse frisch, gekocht, gebraten

täglich ihrer fünf bis zehn.

Wirst nicht dick, doch jung und schön

und kriegst Nerven wie ein Strick.

Mensch, im Apfel liegt dein Glück.

 

Jeden Tag einen Apfel, der Gesundheit zuliebe!

In jedem Apfel sind viele gesunde Inhaltsstoffe enthalten. Äpfel sollten Sie nach Möglichkeit immer mit der Schale essen, da sich die Vitamine und Nährstoffe vor allem direkt unter der Schale befinden. Die Kohlehydrate des Apfels sorgen schnell für neue Energie. Das ist wichtig für die Behebung von Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. So ist ein Apfel ideal für die Zwischenmahlzeit im Büro, in der Schule oder zu Hause. Außerdem stecken im Apfel die Vitamine A, B und sogar das Vitamin E, das die Leistungsfähigkeit des Nervensystems fördert.

An Mineralstoffen sind im Apfel vor allem Kalium und Phosphor enthalten. Auf dem hohen Kaliumgehalt im Apfel beruht die Förderung der Darmperistaltik durch den Rohfasergehalt (Cellulose, Pektine) und die Fruchtsäuren, vor allem Apfelsäure und Zitronen- säure. Des Weiteren wird Sorbit (ein Zucker), der sich reichlich in Äpfeln findet, eine laxierende Wirkung nachgesagt. Diese Faktoren nutzt man bei Apfelschlankkuren.

Phosphor (12mg in 100g essbarem Anteil) ist ein wichtiger Baustein für Knochen und Zähne. Die im Apfel reichlich enthaltenen Pektine quellen stark und absorbieren giftige Zersetzungsprodukte sowie Mikroorganismen im Darm. Dadurch wird der Darm mechanisch gereinigt und von schädlichen Bestandteilen gesäubert.

Die Pektinwirkung wird durch den Gehalt an Gerbstoffen und Fruchtsäuren unterstützt. 

Somit stellt der Apfel einen wertvollen Beitrag zur ausgewogenen Ernährung dar. Da Äpfel nebenbei auch noch gut schmecken gibt es eigentlich keinen Grund, keine Äpfel zu essen.

Dank moderner Lagermöglichkeiten bleiben die Äpfel lange frisch und knackig und zudem auch noch gesund. Gerade im Herbst und vor allem auch im Winter braucht man besonders viele Vitamine.

Äpfel enthalten nur wenig Kalorien (50 kcal in 100g). Ein regelmäßiger Apfelverzehr gibt deshalb auch keine Gewichtsprobleme. 

Inhaltsstoffe in 100 g essbarem Anteil: 

Wasser                          85,30 g                Vitamin B1         0,035 mg

Eiweiß                            0,34 g                Vitamin B2         0,032 mg

Fett                                0,40 g                Nicotinamid       0,100 mg

Kohlehydrate                 12,60 g                Vitamin C        12,000 mg

Rohfaser                         1,0 0g                (Vitamin C große Schwankungen)

Mineralstoffe                   0,32 g           

Zur Geschichte des Apfels: 

die Kultur von Apfelbäumen ist für Europa seit der Jungsteinzeit belegt. Erstmals wurden Apfelbäume vermutlich in der Region zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer angepflanzt. Auch in prähistorischen Siedlungen an Schweizer Seen sind verkohlte Reste von Äpfeln gefunden worden. Äpfel waren eine Lieblingsfrucht der antiken Griechen und Römer, Letztere unterschieden bereits 23 Sorten. Zahlreiche Sorten entstanden vor allem im 18. und 19. Jahrhundert.

Man geht davon aus, dass es weit über 20 000 Apfelsorten gibt, von denen allerdings nur wenige im Handel sind. Sorten werden nach ihrem Verwendungszweck in Tafeläpfel, Kochäpfel, Mostäpfel und Zieräpfel eingeteilt. Zu den bekannten Sorten gehören Boskop, Cox’ Orange, Jonathan, Gravensteiner und Golden Delicious. Heute werden Apfelsorten zumeist durch kontrolliertes Kreuzen der gewünschten Elternpflanzen entwickelt. Günstige Mutationen von Standardsorten dienen ebenfalls der Entwicklung neuer Sorten.