Naturprodukt

Vom Baum in die Flasche

Egal, ob sie aus Äpfeln Saft, Most oder Schnaps machen lassen, Baumbesitzer aus dem Raum Höchstadt schätzen das Angebot des Obst- und Gartenbauvereins.

Hier sitzt jeder Handgriff: Matthäus Scheer links und Johannes (Fritz) Wüst beim Befüllen der Anlage

 

 

 

"Der Saft aus dem Supermarkt ist mit dem hier nicht zu vergleichen", sagt Sonja Beier. Sie kommt aus Zentbechhofen und wartet an der Mostanlage beim Kommunbrauhaus auf ihren Apfelsaft. Auch wenn ihr mitunter entgegengehalten wird, dass sich das Pressen eigentlich "gar nicht rentiert". "Da weiß ich halt, was drin ist", sagt Sonja Beier. 200 Liter Saft hat sie in diesem Jahr pressen lassen. "Der hält im kühlen Keller zwei Jahre." Die Menge brauche sie, weil ihre Bäume nur alle zwei Jahre richtig gut tragen. Dass ihr der Höchstadter Obst- und Gartenbauverein nicht nur das Pressen besorgt, sondern auch die Arbeit mit dem Haltbarmachen und Abfüllen in Plastikbehälter abnimmt, ist Sonja Beier das Geld wert.
An der Mostanlage herrscht an diesem Tag Hochbetrieb. In Steigen, Körben und Säcken werden ganze Autoladungen Äpfel angeliefert. Drinnen arbeiten drei Helfer auf Hochtouren. Der Gedanke an eine "riesige Apfelernte" drängt sich sofort auf. Doch der Schein trügt offenbar: "In diesem Jahr werden wir nur etwa die Hälfte der Menge des letzten Jahres haben", schätzt Herbert Lawrenz, langjähriger Vorsitzender des Höchstadter Gartenbauvereins. Etwa 80 000 Liter seien in 2016 gepresst worden. Mitunter wurde die Presse täglich angeworfen. In diesem Jahr werde nur dienstags und donnerstags Obst verarbeitet.
Lawrenz hatte festgestellt, dass die diesjährige Ernte je nach Gebiet sehr unterschiedlich ausgefallen ist. Im Frühjahr habe es genau zur Blütezeit einen Kälteeinbruch gegeben. Tagsüber sei es zu kalt gewesen. "Da sind die Bienen nicht geflogen." Die Sorten, die es nicht in der Blüte erwischt habe, hätten dann ganz gut getragen. Zum Pressen sollten die Äpfel nicht überreif sein, da manche sonst mehlig werden und nicht mehr die volle Saftausbeute haben, rät Lawrenz. Der ideale Zeitpunkt sei kurz vor der Vollreife. Eine Mischung aus verschiedenen Sorten sei außerdem besser als nur eine Obstsorte.
Aber was machen die Mitglieder und Kunden mit all dem flüssigen Segen? Neben dem klassischen Apfelsaft gibt es auch andere Möglichkeiten der Verarbeitung. "Manche lassen nur pressen, nehmen den Rohsaft mit und lassen ihn zu Hause vergären", weiß Lawrenz. Daraus wird dann das, was der Frankfurter als "Äppelwoi" bezeichnet. Hier in der Region jedoch werde das Produkt trotz seines Alkoholgehalts einfach Most genannt.
Ganz anders macht es der Lonnerstadter Günter Reif. Etwa drei Zentner Äpfel hat er von der Streuobstwiese des Lonnerstadter Bürgermeisters Stefan Himpel (FW) aufgelesen. "Nur gute Früchte, nichts Fauliges", betont Reif. Die Äpfel hat er von Hand zerkleinert und in einen Bottich gefüllt, wo sie jetzt vergären. Hin und wieder muss er die Masse umrühren. Ist die Maische nur noch flüssig, kann gebrannt werden. Dann bringt Günter Reif auch ein Bündel Schürholz mit, damit der Brennkessel des Höchstadter Vereins auf die nötige Temperatur gebracht werden kann.
"Wenn er gut läuft" rechnet Günter Reif mit 15 Liter Schnaps aus seinen drei Zentnern - bei 42 Prozent Alkohol. "Je süßer das Obst, umso besser wird der Schnaps", sagt der Kenner. Zwetschgen und Mirabellen hat er schon mehrfach gebrannt. Das Ergebnis lagert als Hochprozentiges zwei bis drei Jahre in Reifs Keller. Je länger - umso milder werde der Schnaps. Sagt es und schenkt ein Gläschen von der Mirabelle ein: Es hat einen milden samtigen Abgang. Die Frucht ist auf der Zunge noch ganz deutlich zu schmecken.

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Saft von eigenen Äpfeln

 

Für qualitativ hochwertigen, naturtrüben Direktsaft ist der optimale Reifegrad des Obstes sehr wichtig. Äpfel, die zu Saft verarbeitet werden sollen, müssen zwischen der Pflückreife (Frucht löst sich bei leichter Drehung zwischen Stiel und Baum) und der Genussreife (Obst kann gegessen werden) geerntet werden. Zu weiches bis mehliges Obst ergibt weniger Saft und einen hohen Trubanteil im Saft.

Je nach Sorte und Reifegrad des Obstes entsteht bei der Pressung ein Direktsaft mit mehr oder weniger Trubanteilen. Richtig geerntetes Obst wird einen klareren Saft liefern, während reifes, weiches Obst einen sehr trüben Saft ergibt.

Zu lange und unsachgemäß gelagertes Obst (z.B. in Plastiksäcken) verschlechtert die Qualität des Saftes. Auch faule Früchte eignen sich nicht zur Saftgewinnung.

Das Obst wird bei uns in der Waschanlage gereinigt und kommt dann über eine Schnecke zur Rätzmühle. Von dort in den Dosierkasten und weiter auf die Presse. Der ausgepresste Saft wird fein gesiebt und in einen Zwischenlagerbehälter gepumpt. Durch kurze und schonende Erwärmung im Wärmetauscher wird der Saft haltbar gemacht und ohne Zusatzstoffe mit mind. 78 °C in Flaschen oder Beutel (Bag-in-Box) abgefüllt.

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Saft ist nicht Saft    


(25.01.2007) Nicht alles, was bunt ist und nach Frucht schmeckt, ist auch gesunder Obstsaft. Manche fruchtigen Getränke enthalten nämlich eine Menge Wasser und allerlei Zucker, Süßstoff oder sonstige Zugaben. Und selbst bei hundertprozentigem Fruchtsaft gibt es Unterschiede. Besonders gesund ist naturtrüber Apfelsaft.

Trinken müssen wir alle - und da ist es doch eine

gute Idee, mit dem Löschen des Dursts gleich

noch etwas möglichst Gesundes zu uns zu nehmen. Deshalb greifen viele von uns beim Getränke-Einkauf zu Obstsäften. Doch ein ganz gewöhnlicher Getränkemarkt bietet schon mehr als ein Dutzend verschiedene fruchtige Getränke. Manches kommt in individuell geformten Plastikflaschen daher, anderes ganz klassisch in der Pfandkiste. Woher weiß man aber, welches Getränk gesund und welches eher ungesund ist?

Obst auf dem Etikett macht noch keinen echten Saft        
Denn nicht nur Verpackung und Aufmachung unterscheiden sich enorm - auch die Qualität des Inhalts: So gibt es fruchtig schmeckende und mit Obst-Abbildungen bedruckte Flüssigkeiten, bei denen der Fruchtsaftgehalt so gering ist, dass sie nicht als Saft bezeichnet werden dürfen. Denn was Saft ist und was nicht, das regelt die Fruchtsaft-Verordnung. Und nach dieser Verordnung gibt es gleich drei Bezeichnungen für fruchthaltige Getränke:

Und selbst im Fruchtsaft kann zusätzlicher Zucker enthalten sein. Wenn nämlich der Sommer verregnet war und die verwendeten Früchte daher zu sauer sind, dürfen die Hersteller bis zu 15 Gramm Zucker pro Liter untermischen - ohne Hinweis auf der Packung. (Nur bei Birnen- und Traubensaft ist das illegal.) Es ist sogar noch mehr

 

Zucker erlaubt. Dann muss es jedoch auf der Packung stehen. Es lohnt sich also, auch bei reinen Fruchtsäften mal genauer auf das Kleingedruckte zu achten!

Übrigens: Woher stammen die Fruchtsaftkonzentrate?

Am Beispiel Apfelsaft aufgezeigt: Nur ca. 20% aus deutscher Herstellung, der Rest aus allen möglichen Ländern. Die größten Lieferanten sind Polen, China und die Ukraine.

Der Gedanke, dass selbst hundertprozentiger Fruchtsaft häufig nichts anderes als verdünntes Konzentrat ist, dürfte für manchen gewöhnungsbedürftig sein. Vor allem Orangensaft aus tropischen Ländern wird weltweit als Konzentrat gehandelt - und wegen der langen Wege über die Weltmeere erst Hierzulande wieder zu Saft "verdünnt". Das spart nicht nur Geld, sondern auch viel Energie beim Transport.

Direktsaft: kein verdünntes Konzentrat   
Wer wirklich hundertprozentigen Saft direkt aus der Saftpresse haben will, der muss zu Direktsaft greifen. Dieser Saft wird ohne den Umweg des Konzentrierens abgefüllt und kommt unverändert zum Verbraucher. Bislang handelt es sich dabei allerdings nicht um einen geschützten Begriff, sondern um eine Bezeichnung, die sich eingebürgert hat.

Naturtrüb: am gesündesten     
Dass echte Säfte, die zu wirklich einhundert Prozent aus Frucht bestehen, gesünder sind als Getränke, die mit viel Wasser, Zucker und Zusatzstoffen gestreckt sind, liegt auf der Hand. Aber selbst zwischen hundertprozentigen Säften gibt es Unterschiede: Bei einer Studie der Universität Breslau zeigte sich, dass naturtrüber Apfelsaft besonders gesund ist.

Der Grund: Die naturtrübe Variante enthält fünfmal so viel Polyphenole wie klarer Apfelsaft. Und diese Polyphenole gelten als Radikalfänger: Sie neutralisieren im Körper gefährliche Stoffe, sogenannte Radikale, die Krebs oder Herzerkrankungen verursachen können.

Der vorstehende Artikel ist eine Veröffentlichung der HEK – Hanseatische Krankenkasse.

 

Wir bieten Ihnen nur fruchttrüben, naturreinen Direktsaft ohne jegliche Zusätze an. Deshalb ist der Geschmack und das Aussehen des Saftes auch nicht immer gleich, je nach vorhandener Sorte, Reifegrad usw.

Auch wenn Sie Ihre Äpfel bei uns pressen lassen, erhalten Sie nur einen solchen Saft, der dann ausschließlich aus Ihrem eigenen Obst hergestellt ist.

Nur die Qualität Ihres Obstes entscheidet über die Qualität des Saftes!

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Die neue Generation der Abfüllung von Apfelsaft

bei der Mosterei in Höchstadt

 

Bag in Box  in 10 und 5 l – Beuteln

 

aus PE – Kunststoff, die Alternative zu Flaschen

 

Vorteile:  weniger Platzbedarf bei der Aufbewahrung.

keine kostspielige und aufwendige Flaschenreinigung mehr.

                Abfüllung immer in saubere, neue Behältnisse.

Saft bleibt verschlossen mindestens 1 Jahr haltbar (wie Flaschen).

im angezapften Beutel Haltbarkeit ca. 3 Monate, da kein Luftzutritt.

 

Anleitung nach Abfüllung der Beutel:

Beutel nicht über scharfkantigen Gegenständen lagern oder transportieren!

Beutel abkühlen lassen und danach abwischen, damit er später nicht im Karton klebt.

Max. 2 Beutel aufeinander legen.

Den abgekühlten Beutel in den gefalteten Karton geben und im oberen Kartondeckel den Zapfhahn herausführen.

Für die Saft–Entnahme das Verschluss–Siegel am Zapfhahn abreißen und die seitlichen Flügel am Zapfhahn nach oben drücken.

Entnahme von Saft immer liegend, nie hochgestellt (Lufteintritt sonst möglich).

 

Jetzt kann der Saft unbedenklich über 2 – 3 Monate hinweg problemlos entnommen werden, ohne dass der Saft im angebrochenen Beutel verdirbt.

Restentleerung durch Aufschneiden des Beutels.

Nach der Entleerung wird der Beutel im „gelben Sack“ entsorgt.

Der Karton kann mehrmals verwendet werden.

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„Die besten Vergrößerungsgläser für die Freuden der Welt sind die, aus denen man trinkt.“                       Joachim Ringelnatz

 

 

Und wenn dann auch noch ein guter Tropfen das Glas füllt, ist die Freude vollkommen.

 

 

Wir freuen uns, dass Sie sich für unsere alkoholischen Naturprodukte interessieren.

 

Ausschließlich reifes Obst haben wir geerntet und in unsere Gärfässer gefüllt. Nach Abschluss der Gärung (der Fruchtzucker verwandelte sich dabei in Alkohol, die freigesetzte Kohlensäure ist entwichen) haben wir die so entstandene Maische in unsere kupferne Brennblase gefüllt und über dem Wasserbad erhitzt.

Zunächst verdampften die hochgradig flüchtigen Stoffe und wurden gesondert abgetrennt (Vorlauf).

 

Nur die anschließend aufsteigenden Alkoholdämpfe - das so genannte „Herzstück“ - mit seinen feinen ätherischen Ölen und aromaintensiven Bukettstoffen haben wir gesammelt und für Sie in Flaschen gefüllt.

 

Es ist das Können des Brennmeisters, die Temperatur und Geschwindigkeit exakt zu überwachen und dabei die einzelnen Fraktionen (Vorlauf, Feinbrand, Nachlauf) sauber zu trennen.

Diesem Können verdanken wir unsere harmonischen, sortentypischen Brände.

 

Genießen Sie unsere mit Liebe und größter Sorgfalt hergestellten „geistigen Kreationen“, alleine oder in guter Gesellschaft.

Sie werden überrascht sein von der Güte und dem Charakter jedes einzelnen Tropfens.

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Naturprodukteaus heimischem Obst                                                                                                                                                 

 

                                              

 

selbst hergestellt

 

 

 

 

 

 


 

                                                                                                                    

 

Wir bieten an:

Apfelsaft, naturrein und fruchttrüb,

aus Obstbeständen rund um Höchstadt. Unser Saft ist ohne Zusätze aus gesunden Früchten selbst gepreßt, erhitzt und in 5 l und 10 l Beutel abgefüllt. Da sich während der Preßsaison die Apfelsorten laufend ändern, ist auch  der Geschmack des Saftes etwas unterschiedlich.

 

„A Höchstädter Schnäpsla“.

Schnäpse und Liköre aus eigener Herstellung in sehr schönen Flaschen.

Unsere exklusiven Tropfen eignen sich hervorragend als besonderes Geschenk oder zum eigenen Genuß. Zur Zeit haben wir folgende Sorten in 0,1l / 0,35l / 0,5l Flaschen, die Brände teilweise auch in 0,7 und 1l:

Apfel-Quittenbrand                               Apfellikör

Birnenbrand                                         Kirschenlikör

Obstler                                                 Kräuterlikör Halbbitter

Quittenbrand                                         Pflaumenlikör

Walnussgeist                                       Schlehenlikör

Zwetschgenwasser

                                                          

Unsere Verkaufszeiten entnehmen Sie bitte dem jeweils neuesten Amtsblatt oder wenden Sie sich an den 1. Vorstand, Tel. 4673

 

OGV Höchstadt, der Verein für Gartenfreunde!